Archiv des Autors: Arthur Art

Unzuverlässige Bastards aus dem Internet

Ok, die Überschrift ist etwas reißerisch, aber manchmal muss man sich einfach Luft machen. Als Videofilmer oder Fotograf ist man ja oft auf die Hilfe oder Mitwirkung von Dritten angewiesen. Sei es die Mitwirkung von Schauspielern, Fotomodelle oder Helferlein hinter den Kulissen. Wohl dem der wahre Freunde hat. Hat man diese jedoch nicht, oder ist der Freundeskreis eher uninteressiert am kreativen Schaffensprozess, leistet das Internet Hilfe. In Communitys kann man theoretisch viele Gleichgesinnte treffen und Kontakte knüpfen. Leider musste ich die Erfahrung machen, dass hier oftmals mehr versprochen als gehalten wird. Seit Monaten warte ich darauf, dass die Band mit der ich (kostenloses) Musikvideo drehen wollte Ihren Song fertigstellt. Natürlich haben die auch ein Privatleben, müssen ihrer täglichen Arbeit nachgehen und haben andere Verpflichtungen. Es geht auch nicht darum, dass hier ein schnelles Ergebnis erwartet wird, aber irgendetwas an Rückmeldung sollte schon kommen. Ausschließlich auf Nachfrage kommen spärliche Lebenszeichen zurück. Wie weit man denn sei, wird leider nur lapidar mit “wir sind auch einem guten Weg, es geht voran” beantwortet. Gerne würde ich auch mal den geplanten Inhalt des Videos persönlich mit den Protagonisten abstimmen, aber auch hier werden Termine eher “locker” gesehen. Weiterlesen

Neu Livechat mit Arthur

Hallo,
hier eine kleine Ankündigung in eigener Sache. Ab sofort ist es möglich hier im Blog live mit mir zu chatten. Immer wenn die kleine orangene Sprechblase rechts unten am Bildschirmrand sichtbar ist, bin ich für einen Chat zu haben 🙂 Einfach anklicken und schon kann es losgehen.

Chat aktiv. Immer wenn dieses Symbol zu sehen ist, bin ich live für euch da.

Natürlich kann ich nicht rund um die Uhr online sein und in den meisten Fällen wird das eher Abends der Fall sein, aber ich finde es schön, eine weitere Kommunikationsmöglichkeit für meine Leser anzubieten. Also, wenn Ihr Fragen habt, Beratung braucht, Vorschläge für den Blog oder den Podcast habt, dann haut in die Tasten 🙂

Bis bald

Euer Arthur

Ich bin ein Dinosaurier

Schon wieder eine neue Kamera ?

Zu analogen Zeiten war es einfach. Wirkliche Innovationen bei neuen Kameramodellen waren dünn gesäht. Zusammenfassend kann ich behaupten, ausser der Einführung des Autofokus Mitte der 1970er Jahre, Blenden- und Zeitautomatik sowie der TTL-Messung blieben sie nahezu aus. Natürlich waren das Meilensteine in der Fotografie aber in der Regel kann man sagen, dass einem eine einmal gekaufte Kamera viele Jahre (teilweise sogar ein „Fotografenleben“ ) lang begleitete. Zudem waren Profikameras so solide gebaut, dass so mancher behauptete, man könne damit sogar Nägel in die Wand einschlagen.
Heute sieht das freilich anders aus. Spiegelreflexkameras konkurieren mit spiegellosen Systemkameras und der gute alte Camcorder scheint angesichts der Videofunktionen aktueller Kameramodelle ausgedient zu haben.
Höher, weiter, schneller ist die ausgegebe Parole. Keine Photokina (zukünftig sogar jährlich stattfindend) vergeht, ohne dass es neue Rekorde in Bildauflösung, Schnelligkeit oder Ausstattung zu vermelden gibt.
Gerne nehme ich die gute alte Nikon F3 als Beispiel. Diese Kamera war von 1980 bis 2002 auf dem Markt als Neuware erhältlich. 22 Jahre war sie damit das Spitzenmodel von Nikon. Die digitale Nikon D4 hingegen wurde 2012 eingeführt, nach nur zwei Jahren durch die überarbeitete Nikon D4S und im Jahr 2016 durch die D5 abgelöst. Wenn ich nun also großzügig über die D4S hinwegsehe und nur die Bezeichnung D4 zur Bewertung heranziehe, komme ich auf bescheidene 4 Jahre. Wohlgemerkt, ich rede hier von einem Profimodel. Amateurkameras werden noch kürzer produziert.
Mit Erscheinen der Canon 5D Mark II habe ich 2008 einen Systemwechsel von Nikon zu Canon vollzogen.  Das hat was mit meinen persönlichen Fotografievorlieben zu tun und nichts mit Unzufriedenheit. Die 5D MK II wurde 2012 durch die MK III und 2016 durch die MK IV abgelöst. Auch hier können wir also eine „Marktpräsenz“ von jeweils 4 Jahren feststellen.
Tja Leute, ich fotografiere immer noch mit der Mark II. Bin ich wahnsinnig ? Eine fast 10 Jahre alte Kamera im Profieinsatz zu verwenden ist doch Selbstmord, oder ?
Als die Mark III auf den Markt kam, haben sich die meisten meiner Mitbewerber, zumindest die Canon-Jünger,  völlig fanatisch darauf gestürzt. Die „alten“ Mark II fristeten ab diesem Zeitpunkt ein Schattendarsein als Ersatzbody oder wurden gleich auf Ebay verhökert. „Meiner“ Mark II sagte man einen grottenlangsamen Autofokus nach und der Nachfolger hatte auch wesentlich mehr Messfelder für die Belichtungsmessung, aber würde ich deshalb bessere Bilder machen ?
Der langsame Autofokus hat mich nie gestört. Ich mache hauptsächlich inszenierte Fotos und sich schnell bewegende Objekte fotografiere eigentlich nie. Der Autofokus sitzt auf Anhieb, pumpt nicht und tut was er soll. Für mich also kein Kaufargument für den Nachfolger. Mehr Felder für die Belichtungsmessung ? Bullshit, – brauche ich nicht. Bisher hatte ich keine falsch belichteten Fotos, wie könnte sich ein „korrekt“ belichtetes Bild also durch den Kauf einer neuen Kamera verbessern ? Wenn es wirklich mal haarig wird, nehme ich (ganz oldschool) meinen Handbelichtungsmesser. Funktionierte früher, – funktioniert immer noch. Oh Gott, ich bin ein Dinosaurier.
Bislang hat sich auch noch keine Kunde über meine alte Kamera beschwert. Hier zählt das Ergebnis und nicht das Werkzeug.
Seien wir ehrlich. Wenn die Eckdaten stimmen brauchen wir nicht ständig neue Kameras. Bilder werden dadurch nicht besser. Und die paar Megapixel mehr machen den Kohl nicht fett.
Was bringt mehr, ein neuer Kamerabody oder ein neues, hochwertiges Objektiv für die alte Kamera ? Eben; – sage ich doch !!
Wohlgemerkt, ich rede hier nicht von einem Wechsel in eine andere Kameraklasse. Es ergibt sich natürlich schon ein erheblicher Unterschied in Qualität und Bedienerfreundlichkeit wenn man von einem Amateurmodel zu einer (Semi-)Profikamera wechselt. Bleibt man jedoch seiner Kameraklasse treu, dann muss man nicht jeder „Super-Duper-Neu-Innovation“ hinterher laufen.

Was meint Ihr dazu ? Schreibt mir gerne eure Meinung zum Thema.

Viele Grüße aus der Steinzeit
Euer Arthur

Arthur Art

2. Juli 2017

OK, dieser Blog ist bisher noch nicht dadurch aufgefallen, dass es hier viele Neuigkeiten gibt. Um ehrlich zu sein, eigentlich liegt er seit geraumer Zeit brach. DAS WIRD SICH JETZT ÄNDERN. Vielleicht habt Ihr gelegentlich hier vorbei geschaut und nach Neuem gesucht. Dann wird euch aufgefallen sein, dass sich der Blog in den letzten Tagen optisch geändert hat. Auch der Bereich “Podcast” ist neu hinzugekommen. Auch wenn es hier noch nichts zu entdecken gibt. Seit gespannt. Es geht in wenigen Tagen los.

Bis dahin

Euer Arthur

Richtig Blitzen: Helligkeit steuern (Blende einstellen)

Anm.: Dieser Beitrag darf gerne auf Facebook oder Google+ geliked oder geteilt werden 🙂
Das eBook finden Sie im SHOP.

Probekapitel meines neuen eBooks: “Gekonnt Blitzen mit dem Canon E-TTL-System”

Richtig Blitzen ist eine kleine Kunst für sich. Die Wahl der Blende ist ein weiterer wichtiger Parameter für ein gelungenes Bild. Im Zusammenspiel mit Verschlusszeit und ISO-Wert bildet sie die Eckpfeiler für die gewünschte Belichtung.

Das Prinzip der Blende ist leicht zu verstehen. Vereinfacht dargestellt handelt es sich dabei um eine kreisförmige Öffnung im Inneren Ihres Objektivs, welche durch verschiebbare Metalllamellen variabel eingestellt werden kann und durch die das Licht auf den Sensor Ihrer Kamera gelangt. Sie steuert also die Lichtmenge, die innerhalb der eingestellten Verschlusszeit auf Ihr Aufnahmemedium gelangt. Mit anderen Worten: „Eine große Blendenöffnung bedeutet viel Licht, eine kleine Blendeöffnung bedeutet wenig Licht.“ Die Blende wirkt sich unmittelbar auf die Stärke der Belichtung aus.

Aus meinen eigenen fotografischen Anfängen weiß ich, dass es zu Beginn etwas befremdlich ist, sich folgenden Umstand zu verinnerlichen. Eine große Blendenzahl (zum Beispiel f22) bedeutet eine kleine Blendenöffnung. Eine kleine Blendenzahl (zum Beispiel f2.0) bedeutet eine große Öffnung. Keine Bange, – glauben Sie mir, nach einiger Zeit haben Sie es verinnerlicht.

Erinnern Sie sich noch daran, dass neben der Blende auch die Belichtungszeit ein wichtiger Parameter für die Gesamtbelichtung ist? Um das Zusammenspiel dieser beiden Komponenten deutlich zu machen, möchte ich kurz ein bildliches Beispiel anführen. Stellen Sie sich vor, Sie haben zwei Gießkannen mit je einem Liter Wasser und möchten die Flüssigkeit in zwei andere Behälter umfüllen. Das Ausgussrohr der einen Kanne ist doppelt so dick, wie das der anderen Kanne. Mit Kanne Nummer eins benötigen Sie 15 Sekunden, bis das Wasser umgefüllt ist. Man muss kein mathematisches Genie sein, um zu wissen, dass Sie mit Kanne Nummer Zwei doppelt so lange benötigen, da der Ausguss nur halb so dick ist. OK, nach 30 Sekunden haben Sie es geschafft. In beiden Fällen befindet sich in den neuen Behältnissen je ein Liter Wasser. Was aber hat Ihre feuchtfröhliche Planscherei nun mit Fotografie zu tun? Ganz einfach, mit der Blende und der Verschlusszeit verhält es sich genauso. Wenn Sie den Blendenwert einer korrekt belichteten Aufnahme halbieren und die Belichtungszeit verdoppeln, erhalten Sie ein ebenfalls korrekt belichtetes Foto. Für einen besseren Überblick wurde der Begriff „Lichtwert“ geschaffen. Bei gleichem Lichtwert erhalten Sie eine identische Belichtung.

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Buchbesprechung: „Entfesseltes Blitzen“ von Tilo Gockel

Rezension „Entfesseltes Blitzen“
Autor: Tilo Gockel, erschienen bei Galileo Press
ISBN: 978-3-8362-2626-4 für 39,90 EUR.

Hallo Freunde,
ich habe mal wieder ein Buch für euch gelesen. Hier meine Einschätzung des “Schinkens” 🙂
Viel Spaß dabei
Euer Arthur

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„Internetforen sind Kacke“

Eine Kolumne von Arthur Art

„Internetforen sind Kacke“, sagte mein Busenfreund Achim unlängst zu mir. „Und Fotografieforen sind „Megakacke“ fuhr er fort.
Nun muss man dazu sagen, dass Achim schon in predigitalen Zeiten dazu neigte die Dinge in schwarz oder weiß zu sehen. Grautöne blendet er konsequent aus, beziehungsweise beachtet sie nicht weiter. Das war schon in der Dunkelkammer ein Problem und im „Real life“ sowieso.
Wenn man sich jedoch durch die zahlreichen Fotografieforen im Internet, mit all den selbsternannten Foto(halb)göttern klickt, kann einem in der Tat jedoch gelegentlich übel werden.  Je nach Teilnehmern braucht man ein dickes Fell. Mit anderen (oft zitierten) Worten: „Es tummeln sich Gestalten, – das soll man nicht für möglich halten“.
Schlimm sind die Vertreter der „Nur meine Meinung ist richtig“-Fraktion. Böse wird´s, wenn zwei oder mehrere dieser Spezies ungebremst aufeinander treffen. Auf dem Rücken der übrigen Leserschaft werden erbitterte Grabenkämpfe ausgetragen. Hier geht es nicht im die scheinbar niemals enden wollende Fragestellung „Nikon oder Canon“, sondern um ganz alltägliche Fotothemen. Ein Beispiel: Jemand fragt, wie er eine geringere Schärfentiefe erreichen kann. Der Beitrag kippt in eine unsägliche Diskussion, dass es nicht „Schärfentiefe“ sondern „Tiefenschärfe“ heißen muss. Eigentlich völlig egal, jeder weiß was gemeint ist. Nach gefühlten 87 Beiträgen ist man sich immer noch nicht einig. Jeder beharrt auf seine Meinung. Der Fragesteller ward nicht mehr gesehen. Beantwortet wurde seine Frage ohnehin nicht. „Nett“ wird es auch, wenn Bilder besprochen werden können. Obwohl man sich „im Prinzip“ einig ist, dass es in der Fotografie (und Bildbearbeitung) kein „richtig oder falsch“ geben kann (schließlich ist es ja Kunst, und dort ist doch alles erlaubt, oder?) fliegen die Fetzen. Ein Horizont hat eben gerade zu sein und der goldene Schnitt ist ohnehin bei wirklich jedem Bild das Maß aller Dinge. „Colorkey ?, IGITT.“  „Sonnenuntergang?, gäähn 1000x gesehen.“

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Rezension Videotraining: “ Hollywood Artworks mit DomQuichotte – Spektakuläre Filmwelten mit Photoshop“

Rezension „Hollywood Artworks“
Autor: DomQuichotte, erschienen bei Galileopress
Video-Training, 2014, Spielzeit 10 Stunden
ISBN 978-3-8362-3025-4
Preis: 36,99 EUR (Amazon)

Seit es Filme gibt und diese im Kino vorgeführt werden, gibt es auch Filmplakate und Poster.
Filmplakate folgen dabei ihrer eigenen Logik. Sie sollen im wahrsten Sinne des Wortes plakativ sein und den potentiellen Zuschauer in die Lichtspielhäuser locken. Die Gestaltung eines Filmplakats stellt den jeweiligen Designer vor einige Hürden. Oftmals liegt zum Zeitpunkt der Gestaltung noch kein verwertbares Studiomaterial vor und muss entweder selbst produziert oder von Bildagenturen zugekauft werden. Hintergründe, Farb- und Lichtstimmung und letztendlich auch die Schrift muss stimmig zu einer Gesamtkomposition verschmolzen werden. Alles in allem, – keine leichte Aufgabe für den Photoshopartist.



„Volle Lotte – DomQuichotte“

Mit der nun vorliegenden Videoschulung werden all diese Aspekte beleuchtet und vom Meister DomQuichotte höchstpersönlich detailliert erklärt.

Als Einführung in das Thema nimmt DomQuichotte seinen Zuschauer folgerichtig zunächst einmal mit auf eine „bunte Reise“ durch die Welt der Filmplakate. Anhand von aktuellen und historischen Filmplakaten wird die eigene Charakteristik dieses Kunstgenres erklärt.

 

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